Narzissenwiesen im Perlenbach- und Fuhrtsbachtal

Monschau

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Gelbes Blütenmeer in der Eifel: Die wilden Narzissen bei Monschau blühen!

Sie brauchen viel Licht, damit sie ihre kleinen Köpfe fröhlich Richtung Sonne strecken können: Die zarten wilden Narzissen - Narzissus pseudinarcissus - verwandeln im Frühjahr so manche Talwiese in der Eifel in ein prächtiges gelbes Blütenmeer. Ob auf einer geführten Tour oder auf eigene Faust – eine Wanderung im Perlen- und Fuhrtsbachtal bei Monschau-Höfen wird in dieser Zeit zu einem besonderen Erlebnis.

Wanderwege zu den wilden Narzissen im Monschauer Land

Im Monschauer Land haben sich die Narzissen besonders im Perlenbach- und Fuhrtsbachtal bei Monschau-Höfen verbreitet. Auf drei Wegen in unterschiedlicher Länge lässt sich das gelbe Naturspektakel in der Zeit von März bis Mai erleben.

  • Ein Spaziergang von 3,6 Kilometern Länge im Perlenbachtal beginnt am Parkplatz „Gut Heistert“ (Heistertweg, Monschau-Kalterherberg)  - der Wanderweg ist mit der Nr. 23 ausgeschildert und ist kinderwagentauglich.
  • Der 5 Kilometer lange kleine Narzissenrundweg startet an der Höfener Mühle (Mühlenweg, Monschau-Höfen) und führt ebenfalls durch das Perlenbachtal.
  • Der große Narzissenrundweg ist der 14 Kilometer lange Wanderweg "Narzissenroute" und startet am Wanderparkplatz Höfen-Hauptstraße (am Naturhaus Seebend, Hauptstr. 123, Monschau-Höfen). Ein etwas kürzerer Weg – 11,5 Kilometer – startet am Wanderparkplatz „Zum Brüchelchen“ (Alzerplatzweg 20, Monschau-Höfen). Beide Pfade führen durch das Fuhrtsbachtal.

Im Nationalparktor Höfen wird in der Ausstellung natürlich nicht nur über den Nationalpark Eifel informiert, ein unterhaltsamer Kurzfilm über die „Gelbe Narzisse“ und eine Diashow geben einen Eindruck in die blühende Pracht des kleinen wilden Vertreters unserer Osterglockenblume.

Die abgelegenen Bachtäler wurden seit dem 12. Jahrhundert über Jahrhunderte zur Heugewinnung genutzt. Im Vorfrühling wurden sie mit einem speziellen Bewässerungssystem, den sogenannten Flüxgräben, mit dem schwebstoffhaltigen Bachwasser gedüngt. Auf diese Weise entstanden über die Jahrhunderte diese Wiesen, die sich im Frühjahr in ein Blumenmeer verwandeln und Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere sind. Erst im Juli wurden die Wiesen gemäht, gut für die Narzissen, denn sie blühen im Zeitraum von März bis Mai. In den 1950er Jahren lohnte sich die Heuernte jedoch nicht mehr für die Eifelbauern, viele Talwiesen wurden mit Fichten aufgeforstet und nahmen den kleinen Narzissen ihr Licht, manche Wiesen wurden stärker gedüngt und intensiv genutzt.

Dank einer Initiative der NRW-Stiftung wurde das Gebiet 1976 schließlich unter Naturschutz gestellt, um die Wiesen mit ihren prachtvollen Blumen zu schützen. Von Landwirten wird das Gebiet nun extensiv genutzt – es darf nicht gedüngt werden und es wird nur einmal spät im Jahr gemäht und die Fichten wurden entfernt: Es gab wieder Raum für die wild wachsenden Narzissen, den Bärwurz, blumenreiche Feucht- und Sumpfwiesen und arnikareiche Borstgrasrasen. Die Artenvielfalt hat sich erholt und Schmetterlinge, Käfer und Vögel fühlen sich wieder zu Hause.

Über und über sind nun viele Wiesen im Frühjahr mit den Narzissen bedeckt. Ein Naturschauspiel, dass es so in Deutschland nur in der Eifel und im Hunsrück gibt. Die kleinen Frühlingsblüher haben die Herzen der Wanderer im Sturm erobert und viele zieht es in dieser Zeit auf die Wege durch die Narzissenwiesen. Wer mag, kann an geführten Touren teilnehmen, bei denen die Guides viel Wissenswertes über die gelben Frühjahrsblüher und die Umgebung erzählen. Auf den Wanderwegen können die Wiesen aber auch auf eigene Faust erkundet werden.

Auf einen Blick

Öffnungszeiten

  • Vom 1. Januar bis 31. Dezember

    Die Narzissenwiesen sind immer zugänglich.

Ort

Monschau

Kontakt

Naturhaus Seebend
Hauptstraße 123
52156 Monschau-Höfen
Telefon: +49 2472 80480

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